Führungserfolg trotz unterschiedlicher Menschenbilder

Menschenbilder haben einen großen Einfluss auf den Führungserfolg. Denn jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter strebt sowohl am Arbeitsplatz als auch im privaten Bereich nach der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse. Diese Erkenntnis ist nicht neu, jedoch haben sich die Bedürfnisse der Menschen verändert, genauso wie ihre Werte, Annahmen und Erwartungen sowie Einstellungen gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen und anderen Menschen. Für Führungskräfte bedeutet dies, dass die Einschätzung bzw. Meinung sowie das Verhalten der Führungskräfte und deren Interaktionen mit den Mitarbeitern einen großen Einfluss auf die Führungskultur im Unternehmen und auf den Unternehmenserfolg haben. Die Bildung der Meinung beruht in der Regel auf den Vorausbestimmungen des Verhaltens der Kolleginnen/Kollegen oder Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter. Diese Vorausbestimmung und Annahmen finden sich in den unterschiedlichen Menschenbildern wieder. Es ist daher wichtig zu klären, was unter einem Menschenbild zu verstehen ist. Es gibt zahlreiche Beschreibungen unterschiedlicher Menschenbilder, wie zum Beispiel Menschenbilder nach McGregor. Er geht in seinen Annahmen davon aus, dass Führungsverhalten und Führungsentscheidungen auf Theorien über die menschliche Natur beruhen. Dabei unterscheidet er zwischen zwei polarisierenden Theorieansätzen von gegenseitigen Menschenbildern.

Theorie X: Manager, die vom Menschenbild der Theorie X geprägt sind, gehen davon aus, dass der Mensch von Natur aus faul ist und Arbeit vermeiden will. Somit muss er also gezwungen werden, zu arbeiten; nur mittels externer Anreize (z. B. ein attraktives Gehalt oder sonstige Bezüge) ist es möglich, ihn zur Arbeit zu motivieren. Er vermeidet es, Verantwortung zu übernehmen, die Unternehmensziele werden von ihm unterlaufen, eine ständige Kontrolle ist notwendig.

Theorie Y: Führungskräfte, die vom Menschenbild der Theorie Y überzeugt sind, sehen die Arbeit als etwas, das den Menschen Zufriedenheit ermöglicht. Der Mitarbeiter ist in der Lage, sich selbst zu motivieren, denn die Arbeit bietet ihm genügend Anreize dafür. Infolgedessen kommt es zur Bedürfnisbefriedigung und zur Förderung des obersten Bedürfnisses, nämlich der Selbstverwirklichung. Die Theorie Y betrachtet den Menschen als leistungsfähig, als jemanden, der gern arbeitet, Selbstverantwortung übernimmt, ein selbstbestimmtes Leben führt und darin Erfüllung und Sinn sieht.

Die oben beschriebenen Menschenbilder sind natürlich Extremausprägungen. Es ist jedoch festzustellen, dass das jeweilige Menschenbild der Führungskraft einen direkten Einfluss auf das Führungsverhalten und somit auch auf den Führungserfolg hat.

Eine wichtige betriebliche Frage sollten Sie sich stellen: Welche Menschenbilder haben Ihre Führungskräfte?

Darüber hinaus ist es natürlich wichtig zu erfahren, welche Verhaltensweisen und Präferenzen Ihre Führungskräfte daraus ableiten. Die Präferenzen Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte können Sie mit der German-Leadership Präferenzanalyse ermitteln und so die Teamarbeit und eine Leistungssteigerung fördern.

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Wir möchten Sie bei Ihrem Führungs- und Personalentwicklungsprozess unterstützen und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.